Bericht: Soca-Kurse 2015

Blog- Story

Die Kurse auf der Soca in Slowenien gehören auch für uns Kanulehrer zu den Highlights der Saison und sind eine feste Grösse in unsem Programm.

Dieses Jahr zeigte die Soca uns ihre verscheidenen Gesichter, während wir über zwei Wochen mit mehreren Kajak- und Kanadierkursen unterwegs waren.
Maud Verboven berichtet:

Während der ersten Kurswoche genoss die Aufbau-Gruppe durchsichtig klares Wasser bei perfektem Wetter mit Sonne und warmen Temperaturen. Es wurde an der grundlegenden Paddeltechnik gefeilt, so dass das Kehrwasserfahren immer einfacher und lockerer lief, mit Style und perfektem Timing. Auch mit den Steuerschlägen haben wir in dieser Woche angefangen und gute Fortschritte gemacht.

Seraina trainiert effiziente Vorwärtsschläge, oder war es "das Boot vorschieben"?

Nach einem lehrreichen Paddeltag traf man sich gerne für ein Bier und eine Cremeschnitte auf der Terrasse in Bovec. Richtiges Feriengefühl kam auf.

Seraina und Jeffrey sind voll begeistert von der unglaublich klaren Soca.
Grundlagen festigen, Technik üben.
Genaues Kehrwasserfahren.
Schöne Umgebung, klares Wasser, tolle Gruppe, viel Fortschritt, life is good.

In der Zweiten Woche zeigte die Soca ein ganz anderes Gesicht. Am ersten Paddeltag hatten wir tiefe Wasserstände und blaues Wasser. Am zweiten Kurstag regnete es so intensiv, dass die Kanadier viel Wasser im Boot hatten; und zwar von oben. Auf einmal war die Soca schnell, weiss, wild und wuchtig.
In dieser Woche waren Kasi, James und ich unterwegs mit drei Kajak- und Kanadierkursen der Stufen Fortgeschritten und Riverrunning. Also freuten wir uns sehr auf die tollen Wasserstände.

Am Sonntagmittag fängt es an zu regnen und der Wasserstand steigt.
Der Dauerregen lässt die Soca steigen bis 300 m3/s.

Mit diesen 300 m3/s waren wir natürlich nicht mehr auf dem Fluss, sondern haben einen vorverlegten Pausentag mit Aktivitäten wie Mountainbiken, Massage, Sauna, Jogging und Museumsbesuch verbracht. Bange beobachteten wir die Wasserstände, online und live am Fluss und versuchten Pläne für die nächsten Tage zu machen.

Der Bunkerschwall hat eine Riesenwalze in der Mitte, Zeit für einen Pausentag.

Bei den schell wechselnden Wasserständen kam mir Bob Dylan in den Sinn, mit sein Song 'the times they are changing". Nicht mehr ruhig und klar war das Wasser, sondern so weiss wie Kuhmilch. Die ganze Woche waren wir auf Soca und Koritnica mit sehr sportlichen Wasserständen unterwegs.

Wieder grün: Birgitte geniesst das wuchtige Wasser und springt über die Walze.

Alle drei Gruppen machten extrem grosse Fortschritte, wohl auch weil der wuchtige und schnelle Fluss uns zwang unsere Linien genau zu plannen, vorrauszuschauen und Prallpolster zu nutzen.
Die Teilnehmer meiner Fortgeschrittenen-Gruppe lernten, dass sie mit gut ausgewählter Fahrtaktik, aktiver Technik und guter Kommunikation auch bei diesen Hochwasser-Bedingungen entspannt und sicher bootfahren können.

Perfekte Wasserstände auf der Koritnica.

Weil die Wassertemperatur kalt war aber die Aussentemperatur noch immer sehr warm, war die Soca von einem Nebel bedeckt, welcher dem Kajak fahren einen Mystery-Touch verlieh. Manchmahl drangen Sonnestrahlen durch der Nebel, was besonders magische Momente erzeugte.

Die mysteriöse Soca mit Nebel und tollen Surfwellen.
In der wunderschönen Kortinica- Klamm.

Am letzten Tag paddelten alle Gruppen die Friedhofstrecke. Sie bietet schön verblocktes Wildwasser, ein Traum für's Kehrwasserfahren. Bei 25m3/s floss das Wasser schnell und wuchtig. Alle Gruppen konnten das gelernte der vergangenen Woche umsetzen und freuten sich am Ausstieg über die vielen neuen Erfahrungen.

... ein nasser Kanadierfahrer.
Auch das gute Essen kam nicht zu kurz.
Durch die Koritnica- Klamm.
Maud lässt sich aus der Walze helfen.

Die Soca war auch 2015 wieder einfach genial. Unabhängig vom jeweiligen Wasserstand gehört sie auf der Liste von Traum-Destinationen jedes Paddlers.
Ein Danke an alle Teilnehmer für eine sehr schöne und spassige Zeit. 

Maud Verboven

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